Die Regierung hat beschlossen, mehrere Schiffe, die mit der „Schattenflotte“ in Verbindung stehen, aus dem Register zu streichen und Sanktionen gegen sie zu verhängen. Diese „Schattenflotte“ ermöglicht es Russland, internationale Sanktionen insbesondere im Öl- und Getreidehandel zu umgehen. Diese Entscheidung ist Teil umfassenderer Reformen der maritimen Governance, die als Reaktion auf den Druck der Europäischen Union (EU) eingeleitet wurden. Kamerun gilt seit langem als „Billigflagge“ und zieht risikoreiche Betreiber an, wie beispielsweise solche, die am Schmuggel von iranischem und venezolanischem Öl beteiligt sind. Seit Dezember 2025 wurden 100 Schiffe mit der russischen Schattenflotte in Verbindung gebracht, womit Kamerun neben Russland und Sierra Leone zu den drei Ländern mit den meisten Verbindungen zu diesem Netzwerk zählt. Reformen der Schiffsregistrierung allein werden jedoch nicht ausreichen, um Netzwerke vollständig daran zu hindern, das kamerunische Register zu nutzen, um außerhalb der Normen der internationalen maritimen Governance zu operieren.