Bekämpfung organisierter Kriminalität

Tunesien bereitet eine Änderung seines Drogengesetzes von 1992 vor, da die Behörden nach wirksameren Instrumenten zur Bekämpfung der zunehmend organisierten Drogenhandelsnetzwerke suchen. Die vorgeschlagenen Änderungen könnten Maßnahmen wie die Überwachung des Telekommunikationsverkehrs und verdeckte Ermittlungen ermöglichen. Nach Angaben der Behörden hat der Drogenhandel erheblich zugenommen: Die Zahl der Fälle stieg von etwa 5.000 im Jahr 2020 auf 15.000 im Jahr 2025, und die Zahl der Festnahmen lag bei rund 27.000. Tunesien gilt als Umschlagplatz für Drogen, die auf dem See-, Luft- und Landweg ins Land gelangen. Laut Behördenangaben sind Kokain, Ecstasy und verschreibungspflichtige Medikamente wie Lyrica zunehmend im Umlauf.