Botswana hat Teile seines Strafgesetzbuchs, die gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Strafe stellten, offiziell aufgehoben. Die Reform folgt auf ein wegweisendes Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 2019, in dem die Gesetze für verfassungswidrig erklärt wurden. Aktivisten betonen, dass die Gesetzesänderung das Engagement der Regierung für die Menschenrechte unterstreicht. Dies steht jedoch in scharfem Kontrast zu den Entwicklungen in anderen Teilen des Kontinents. Mehrere Länder haben strengere Anti-LGBTQ-Gesetze erlassen oder vorgeschlagen, darunter Senegal, Ghana, Burkina Faso und Mali. Menschenrechtsgruppen warnen, dass zunehmende nationalistische Rhetorik und Einflüsse von außen das harte Vorgehen befeuern. In 31 afrikanischen Ländern ist Homosexualität nach wie vor strafbar, und in einigen, darunter Uganda und Mauretanien, gilt in bestimmten Fällen weiterhin die Todesstrafe.