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Westsahara – Die UNO verteidigte den Besuch des Generalsekretärs Ban Ki Moon in einem Westsahara Flüchtlingslager in Algerien, nachdem Marokko sich beklagt hatte, dass er die Neutralität verletzt habe. Doch Ban Ki Moon möchte im letzten Jahr seiner Amtszeit den Dialog zwischen Marokko und der Polisario Front wiederbeleben. Die Bewohner von Westsahara sollen endlich ihr Recht auf Selbstbestimmung ausüben und als freie Bürger in ihrem von Marokko annektierten Land wohnen können. Sie warten seit 1991 auf ein Referendum.

Um auf die erbärmlichen Bedingungen aufmerksam zu machen, unter denen sie leben müssen, sind etwa 20,000 Menschen aus den Städten in Zeltlager außerhalb gezogen. Es ist die größte Protestbewegung seit vielen Jahren. Die Polisario, denen die Schuld an der Demonstration gegeben wird, warnt vor einer Katastrophe, da die marokkanischen Truppen die Lager besetzen und die Versorgung mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medizin verhindern. Dazu versuche Marokko durch ständiges Überfliegen von Hubschraubern die Menschen zu zermürben. Eine von der UNO geforderte Volksabstimmung wurde jahrelang verschleppt, und Gespräche zwischen Rabat und Westsahara scheiterten, aber jetzt soll es in der nächsten Woche in New York eine neue Verhandlungsrunde geben.

Die UN hat den engischen Diplomaten Julian Harston als neuen Sonderbeauftragten für die Westsahara und Verantwortlichen für die UN-Mission MINURSO ernannt. MINURSO wurde 1991 geschaffen, um den Waffenstillstand zwischen Marokko und der Polisario zu überwachen. Die Westsahara ist seit 1975 militärisch von Marokko besetzt.

Der Bischof von Laghouat, Claude Rault, ruft die Kirche zur Solidarität mit dem Volk der Saharawi auf. Die Menschen lebten unter dramatischen Bedingungen, erklärte der Bischof aus der Sahara nach seinem Besuch eines Flüchtlingslagers, in dem mehr als 170.000 Menschen untergebracht sind. Die Saharawis wurden 1975 aus ihrer Heimat, der Westsahara vertrieben, als das marokkanische Militär in das Gebiet einmarschierte. Seitdem kämpft das Volk für seine Unabhängigkeit.

Zusammen mit Vertretern Algerien und Mauretanien begannen im Rahmen der UN neue Verhandlungen zwischen der Polisario und Marokko. Marokko bietet eine weitgehende Autonomie der Westsahara an, Polisario besteht auf einem Referendum. 1975 annexierte Marokko die Westsahara.

Der UN-Sicherheitsrat hat in einer Resolution Marokko und die Polisario aufgefordert, Verhandlungen aufzunehmen. Beide hatten dem UN-Generalsekretär ihre Vorschläge über die Zukunft der Westsahara übergeben.

Weil sie schon drei Jahrzehnte in vier Lagern in der Wüstenprovinz Tindouf in Westalgerien leben als Opfer eines der ältesten Konflikte der Welt, ist die Sahraoui-Bevölkerung fast vergessen. Nun stellt die EU Kommission, die seit langem der größte Geber in der humanitären Krise ist, 10 Millionen Euro bereit, damit der Grundbedarf an Nahrung, Medizin und sauberem Wasser gedeckt werden kann. Auch sollen Zelte verteilt und sanitäre Anlagen errichtet werden. Bis eine politische Lösung gefunden ist, muss den Bedürftigen geholfen werden.

Die Unabhängigkeitsbewegung der Westsahara, Polisirio, hat die letzten marokkanischen Gefangenen freigelassen. Manche von ihnen verbrachten 20 Jahre in Gefangenschaft.

Papst Franziskus hat Pater Mario Léon Dorado, den langjährigen kirchlichen Administrator, zu dem Posten ernannt. Bei einer Fläche von 250,000 Quadrat km und einer Gesamtbevölkerung von etwa 800,000 gibt es in Westsahara nur 150 Katholiken in zwei Pfarreien. Auch 37 Jahre nach Ende der spanischen Kolonialzeit ist der völkerrechtliche Status noch immer nicht geklärt. Marokko beansprucht und verwaltet den Großteil des Landes und hat die die Befreiungsorganisation Polisario an den Rand gedrängt.

Marokko hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon neue Vorschläge für einen Autonomiestatus ihrer ’südlichen Provinzen‘ übergeben. Die Polisario-Führung überreichte Ki Moon ebenfalls ihre Gegenvorschläge für die Westsahara. Marokko boykottiert seit 1991 eine UN-Resolution, die eine Volksabstimmung über die Zukunft des Territoriums vorsieht.

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