In Lesotho galt die Hebammenarbeit traditionell als Frauenberuf, doch da das Land versucht, seine hohe Sterblichkeitsrate im Zusammenhang mit Geburten zu senken, entscheiden sich immer mehr Männer für diesen Beruf. Nach Angaben der Vereinten Nationen sterben auf 100.000 Lebendgeburten etwa 530 Frauen. Der weltweite Durchschnitt liegt bei etwa 200. Im Land sind derzeit schätzungsweise 300 männliche Hebammen tätig. Gesundheitszentren in ländlichen Gebieten leiden unter einem enormen Personalmangel. Die Behörden ermutigen männliche Krankenpfleger, sich zusätzlich als Hebammen ausbilden zu lassen, um diese Lücke zu schließen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation machen Männer weniger als 1 % aller Hebammen weltweit aus