Das 11-Milliarden-Dollar-Projekt der Küstenstraße zwischen Lagos und Calabar hat heftige Kritik von Umweltschützern ausgelöst. Naturschützer, lokale Fischergemeinden und Klimaexperten warnen vor schwerwiegenden ökologischen Schäden, beschleunigter Küstenerosion und erheblichen CO₂-Emissionen. Studien zeigen, dass sich die Küstenlinie am Golf von Guinea rapide zurückzieht. Kritiker befürchten, dass der Anstieg des Meeresspiegels letztendlich die Autobahn selbst gefährden könnte. Bisher hat der Baukorridor bestehende Küstenlandschaften durchschnitten, Teile lokaler landwirtschaftlicher Betriebe zerstört und Grundstücke geteilt. Internet- und Telekommunikationsbetreiber haben Bedenken geäußert, dass das riesige Bauprojekt wichtige Offshore-Breitbandkabel wie WACS und MainOne beschädigen könnte. Die über 700km entlang der nigerianischen Küste erstreckende Straße Lagos-Calabar ist eines der ehrgeizigsten Infrastrukturprojekte von Präsident Bola Tinubu.