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Togos Hauptstadt Lome wird die erste Anlegestelle des neuen Unterwasser-Internetkabels “Equiano” von Europa nach Afrika sein. Der Tech-Gigant Google und die togolesische Regierung haben dies als eine "wichtige Initiative zur Umgestaltung der digitalen Infrastruktur" angekündigt. Es würde Millionen von Menschen in Togo und Westafrika einen besseren und erschwinglichen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang ermöglichen. Das Kabel soll auch in Nigeria und Namibia Anlegestellen erhalten, bevor es schließlich in Kapstadt, Südafrika, endet.  Google, hat das Projekt erstmals 2019 angekündigt; das Kabel verfügt über eine etwa 20-mal höhere Netzkapazität. Es ist das dritte private internationale Unterwasserkabel des Unternehmens und das erste in Afrika.

Nach fast einem Jahr „Home Office“ hat die simbabwische Regierung wegen des Abflauens der Pandemie Regierungsangestellte aufgefordert, sofort an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Doch nur wer geimpft ist darf arbeiten und wird bezahlt. Mehr als 500.000 Angestellte wurden im September 2021 angewiesen, sich impfen zu lassen. Jetzt müssen Ungeimpfte mit Disziplinarverfahren rechnen.

Kamerun ist nach Kenia, Gambia, Tansania, Ruanda und Ghana das neueste afrikanische Land, dass das Rauchen von Shisha-Pfeifen verbietet. Etwa 46 % der jungen Kameruner sind Shisha- Raucher. In Simbabwe wird es immer beliebter. In einigen Bars darf man drinnen keine Zigaretten rauchen, aber für Shisha gibt es keine Vorschriften. In einem Land mit hoher Arbeitslosigkeit haben einige Shisha als "Nebenerwerb" entdeckt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Shisha-Rauchen, da es Kohlenmonoxid und andere giftige Stoffe freisetzt, die schlimmer als Zigarettenrauchen sind.

Malis regierende Junta, seit August 2020 an der Macht, hat die französischen Sender RFI und France 24 aus dem Verkehr gezogen, weil sie ihrer Meinung nach die Armee fälschlicherweise beschuldigt hatten, Missstände zu begehen. Malische Nachrichten-Websites, Zeitungen und den nationalen Radio- und Fernsehsendern wurde die Ausstrahlung und/oder Veröffentlichung von Programmen und Nachrichtenartikeln von RFI und France 24 untersagt. RFI (Radio France Internationale) und France 24 berichten ausführlich über Afrika und haben eine große Anhängerschaft in der ehemaligen französischen Kolonie. Es ist das erste Mal, dass Mali große ausländische Nachrichtenmedien vom Netz nimmt.

Präsident Cyril Ramaphosa hat Prinz Misuzulu Sinqobile Zulu als offiziellen König der Zulu anerkannt. Traditionelle Führer werden in Südafrika nach jahrhundertealten Bräuchen gewählt, aber die zum König gewählte Person muss vom Präsidenten anerkannt werden, damit sie als gültig gilt.

Mehr als tausend Gemeindemitglieder im Norden Tansanias haben sich versammelt, um gegen den Plan der Regierung zu protestieren, die Bewohner von Loliondo von ihrem angestammten Land zu vertreiben. Nach Angaben der International Land Coalition-Africa sind mehr als 73.000 indigene Völker aus Loliondo und etwa 90.000 im Ngorongoro-Schutzgebiet von der Vertreibung bedroht, um Platz für Elitetourismus und Trophäenjagd zu schaffen

Der in Burkina Faso geborene Architekt D. F. Kere ist der erste Afrikaner, der mit dem Pritzker-Architekturpreis ausgezeichnet wurde, der prestigeträchtigsten Auszeichnung für Architektur. Die Jury gab folgende Begründung ab: „Er weiss intuitiv, dass es bei Architektur nicht um das Objekt geht, sondern um das Ziel; nicht um das Produkt, sondern um den Vorgang. Seine Gebäude, für und mit Gemeinschaften, sind direkt von diesen Gemeinschaften - in ihrer Erschaffung, ihren Materialien, ihren Programmen und ihren einzigartigen Charakteren“. Kere verwendet lokale Baumaterialien und kombiniert sie mit neuen Technologien. Er schuf Bauten in Afrika, Europa und den USA, bekannt ist auch seine Arbeit am „Operndorf Afrika“. Kere, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft hat, betreibt in Berlin das Architekturbüro Kéré Architecture.

Berichten zufolge verbietet Israel äthiopischen Pilgern, die während des diesjährigen Osterfestes in das Land pilgern wollen, die Einreise, weil sie befürchten, nicht nach Hause zurückzukehren.

Muse Bihi Abdi, seit 2017 Präsident der halbautonomen Region Somaliland in Somalia, hat an die internationale Gemeinschaft appelliert, die Unabhängigkeit des Gebiets anzuerkennen.  Somaliland, mit seinen 4 Mill. Einwohnern, hat seit seiner Abspaltung von Somalia im Jahr 1991 eine eigene unabhängige Regierung, eine eigene Währung und ein eigenes Sicherheitssystem. In 13 Ländern gibt es diplomatische Vertretungen, z.B.  in Großbritannien, Frankreich, den USA, Kenia, Südafrika und in Äthiopien.  Somalia betrachtet Somaliland immer noch als Teil seines Territoriums. Seit 2012 haben mehrere Gesprächsrunden über eine mögliche Vereinigung zu keinem Durchbruch geführt.

Die Schokoladenhersteller wollen die Preise anheben, da die Kosten für Kakao von Exporteuren wie der Côte d'Ivoire“., dem weltweit größten Kakaoproduzenten, gestiegen sind. Laut der Harvard-Universität werden Teile Westafrikas bis 2030 zu heiß und trocken sein, um ausreichend Kakao zu produzieren. Ghana und Côte d'Ivoire“. produzieren 70 % des weltweiten Angebots. Wissenschaftler raten, den Kakaoanbau aufzugeben, sich auf andere Kulturen umzustellen und sich so dem Klima anzupassen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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